Absolventen des PGS

Nach dem PGS halten noch viele ehemalige Schülerinnen und Schüler Kontakt mit der Schule; so bspw. Katharina (Abiturjahrgang 2018), die etwas ganz Besonderes zu erzählen hat.

Meine ersten Wochen in Palästina

Ana bahki arabi swayye! So sieht’s aus. Hallo liebe Schüler, liebe Eltern und hallo liebe Leser!
Mein Name ist Katharina Wilbrandt, ich habe 2018 mein Abitur am PGS gemacht. Vielleicht werden sich ein paar von Euch noch an mich erinnern, zum Beispiel an den einen oder anderen Kammermusikabend oder ein Sommerkonzert, wo ich mit meiner Posaune gespielt habe… Genau darum geht’s nämlich in diesem Bericht.

Der erste Satz ist arabisch und bedeutet „Ich spreche ein bisschen Arabisch“. Seit Mitte August dieses Jahres mache ich als „Brass for Peace“-Volontärin ein FSJ in Palästina, genauer gesagt in Betlehem. Was heißt das?

Mit Unterstützung des Freiwilligenprogrammes des Berliner Missionswerkes, werden seit 2008 Volontäre hier ins „Heilige Land“ geschickt. Das Ziel ist es, die Blechbläserarbeit in der Region um und in Betlehem aufzubauen. Mit Musik gegen die Mauer!
Ich sehe unter der Woche ungefähr 50 Jungen und Mädchen, die Unterricht in drei Schulen hier in der Umgebung haben – der Dar Alkalima Schule in Betlehem, der Schule in Beit Sahour und der deutschen Schule Talitha Kumi, die in Beit Jala ist. Dort habe ich nebenbei erwähnt auch mein Büro und dort wohne ich auch.

Meine jüngsten Schüler sind in der 2. Klasse und meine ältesten stehen grade vor dem Abitur, beziehungsweise vor dem Tawjihi, dem palästinensischen Pendant zum Abitur. Ich gebe Einzel-, Kleingruppen- und Ensembleunterricht, welcher sowohl im Rahmen des Musikunterrichtes an den unterschiedlichen Schulen stattfindet als auch nach der Schule. Jeden Freitag gibt es tagsüber Ensembleunterricht, weil die Kinder keine Schule haben. Denn anders als in Deutschland ist hier in den Schulen anstatt Samstag und Sonntag, am Freitag und Sonntag Wochenende. Das liegt daran, dass für die muslimischen Familien nicht der Sonntag, sondern eben der Freitag der „Gebetstag“ ist.

Die Stärkung der Persönlichkeiten der Kinder ist in meiner Arbeit einer der Mittelpunkte. Musik heißt nicht nur ein Instrument zu spielen. Man lernt diverse Dinge zu koordinieren, auf viele Dinge gleichzeitig zu achten. Die Tonerzeugung, die Länge und Artikulation des Tones, die Körperhaltung und das Zuhören – was machen die anderen Ensemblemitglieder gerade? Das gemeinsame Musizieren, besondere Gruppenerlebnisse, das Vorspielen in der Öffentlichkeit und vor Eltern, Mitschülern und Lehrern sind ein paar Punkte von vielen, die den Musik Unterricht so spannend und vor allem wichtig und grundlegend machen. Und man hat dabei tatsächlich sogar etwas Spaß!!

Zu meinen Aufgaben gehört nicht nur das Unterrichten, sondern auch die dementsprechende Vorbereitung auf den Unterricht, die Organisation von diversen Auftritten und Konzerten und zum Beispiel auch die Beantragung eines Permits – eine Zulassung, um als Palästinenser nach Israel zu gelangen – für einige meiner Schüler, wenn wir mal einen Auftritt haben, der nicht in der Westbank sondern in Israel ist.

Auch sonst gefällt es mir hier sehr gut! Die Palästinenser, die ich bisher kennengelernt habe, sind außerordentlich freundlich und offen. Wir wurden schon ein paar Mal zum Essen eingeladen und ich war auch schon im „weltbesten Falafel Laden“, der in Beit Jala ist. Kann ich sehr empfehlen!
Ich wohne mit drei anderen Mädels zusammen in einer WG. Wir haben noch keine längeren Reisen unternommen, aber das ist definitiv geplant. Das Tote Meer, Haifa, die Golanhöhen, Jericho, Eilat und auch Jordanien stehen auf unserer Liste.

So viel dazu. Ich würde mich freuen, von dem einen oder anderem zu hören! Schaut gerne mal auf der Homepage von Brass for Peace vorbei. Dort werden auch regelmäßig Berichte von mir und meiner Arbeit und meiner Zeit hier veröffentlicht.

Liebe Grüße aus Beit Jala,

Kathi

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