Der Unterricht am PGS

Als staatlich anerkannte Ersatzschule sind wir, wie jedes andere öffentliche Gymnasium auch, verpflichtet, uns an den Vorgaben des Schulgesetzes zu orientieren. Auch unsere schulinternen Curricula sind in Anlehnung an die allgemein gültigen Lehrpläne der Sekundarstufe I und II verfasst.

Wir können also auch als Privatschule das Abitur und alle Abschlüsse nach der Sekundarstufe I vergeben.

Im Folgenden finden Sie Informationen zur Erprobungs- und Oberstufe, zum bilingualen Unterricht sowie zu den einzelnen Fächern und deren Inhalte.

Zum Kursübersicht des Förderkonzept - 2. Halbjahr

Bilingual Education

Bilingual education is education in two languages. This occurs when part of the lessons (ex. history, geography or biology) is taught using a foreign language and the foreign language becomes the working language for that subject.

The same curriculum used for the school subject (for the same type of school and grade) will apply for the bilingual classes.

School books and materials within the partner language will be implemented along with the german materials for the bilingual classes. Students in the bilingual classes are graded primarily on their subject-specific performance,

On the report card, the bilingual class´s name will include the language it was taught in (ex. Geography „bilingual German-English“).

Possible timetable at the PGS

Grades 5 and 6: English 6 hours a week
Grade 7: English 4 hours a week, geography in English 3 hours a week
Grade 8: English 3 hours a week (according to the timetable), geography in English 2 hours a week (according to the timetable), history in English 3 hours a week as an additional subject
Grade 9: English 3 hours a week (according to the timetable), geography in English 2 hours a week (according to the timetable), history in English 2 hours a week (according to the timetable)

Fächer am PGS

Folgende Fächer werden am PGS unterrichtet:

Mathematik

Mathematik ist nicht gerade das Lieblingsfach der Mehrheit der Schüler, und das hat seinen Grund:

Viele Schüler verstehen nicht, woher z. B. die schwierig zu lernenden Formeln und Regeln kommen, was Graphen und Funktionen mit praktischen Dingen zu tun haben, wofür Mathematik überhaupt gut sein soll.

Mathematik wurde bisher von vielen „Fachleuten" als eigenständige, in sich abgeschlossene und nach eigenen Regeln funktionierende Wissenschaft verstanden. So wurde Mathematik seit Generationen unterrichtet und weitergegeben. Verständlich also, dass dieses abgehobene „Spiel“ mit Logik, Regeln und Formeln nur wenige Schüler begeistern konnte.

Begreift man Mathematik aber als HILFS-Wissenschaft, die Phänomene in Natur , Technik und Gesellschaft mit Zahlen und Diagrammen veranschaulichen und ihre Zusammenhänge berechenbar und erklärbar machen kann – man nennt das heute modellieren–, hat man die Anwendung der Mathematik im Blick und kann sie motivierender vermitteln.

Wir Mathematiker am PGS möchten dieses „Wofür“ in den Vordergrund stellen und damit das Jonglieren mit Zahlen, Termen und Gleichungen nachvollziehbar machen. Gleichzeitig möchten wir den Spaß an der Mathematik durch Spiele und Wettbewerbe erhöhen.

Ein weiterer Weg, der Mathematik näher zu kommen, ist der Einsatz von Lernsoftware (z.B. Bettermarks, Geogebra), mit deren Hilfe man geometrische und algebraische Phänomene ausprobieren kann. So sollen auf allen Netbooks ab der 6. Klasse das dynamische Geometrieprogramm „Geogebra“ installiert werden.

Mathematik soll aber nicht nur in der Schule, sondern auch an anderen Orten stattfinden; etwa bei der Verkehrszählung und der anschließenden Auswertung , dem Vermessen von Gebäuden und Grundstücken und vielen anderen Aktivitäten, mit deren Ergebnissen Mathematik begreifbar gemacht werden kann.

Deutsch

Der Lehrplan fasst die wesentlichen Ziele und Aufgaben des Faches Deutsch wie folgt zusammen:

„Es ist eine wichtige Aufgabe des Deutschunterrichts, den Schülerinnen und Schülern den Zugang zur Welt der Sach- und Gebrauchstexte, der Medien und der Literatur zu eröffnen. Texte zu verstehen, ihnen Informationen zu entnehmen, die Wirkungsweisen von Medien zu kennen und einzuschätzen, d.h. Lesekompetenz zu entwickeln, ist für die Fortsetzung der Schullaufbahn oder für eine berufliche Ausbildung von großer Bedeutung. (…) Auch für das Fach Deutsch gilt der Auftrag, die Fachperspektive zu erweitern und durch fächerverbindendes Lernen eine differenzierte Betrachtung der Wirklichkeit zu fördern. Fachübergreifende Einsichten, Fähigkeiten, Arbeitsmethoden und Lernstrategien können zur Kenntnis der komplexen und interdependanten Probleme der Gegenwart beitragen.“

(Vgl. Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW: Kernlehrplan für den verkürzten Bildungsgang des Gymnasiums – Sekundarstufe I und II (G8) – in NRW. Deutsch. 1. Auflage. Frechen, Ritterbach Verlag, 2007: Seite 11 f.)

Der Deutschunterricht am PGS versucht, diese oben genannten Ziele und Aufgaben eng orientiert an der gegenwärtigen Fachdidaktik umzusetzen.

Dazu zählen neben einem sinnvollen Methodeneinsatz auch das Kennenlernen und regelmäßige Anwenden angemessener Techniken (auch wissenschaftlichen Arbeitens), um sich Sach- und literarische Texte anzueignen, sie nachzuvollziehen, produktiv und handlungsorientiert zu bearbeiten und kreativ sowie sinnstiftend weiter an und mit ihnen zu arbeiten.

Parallel dazu versuchen wir die vorgegebenen Inhalte authentisch mit der Lebenswelt unserer Schülerinnen und Schüler zu verknüpfen, um eine möglichst hohe Motivation im Fach Deutsch zu erlangen. Dazu zählen beispielsweise Theaterbesuche oder eigene szenische Umsetzungen gelesener Literatur.

Politik

Das Fach Politik/Wirtschaft ist ein Unterrichtsfach des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes und richtet sich nach dem Kernlehrplan für das Unterrichtsfach Politik/Wirtschaft für das Gymnasium, Sekundarstufe I (G8) in Nordrhein-Westfalen (2007). Im Fach Politik/Wirtschaft geht es nicht in erster Linie um die Anhäufung von Faktenwissen, sondern um das Erreichen bestimmter „Kompetenzen”. Die im Kernlehrplan Politik/Wirtschaft vorgegebenen Qualifikationen zielen darauf ab, bei den Schülerinnen und Schülern die Fähigkeiten und Bereitschaft zu entfalten, die aus Bürgern „mündige Bürger” im Sinne unserer Demokratie machen. Hierzu zählen u.a.:

  • Interesse an politischen, ökonomischen und sozialen Vorgängen (im weitesten Sinne)
  • Erkennen und kritische Prüfung der den gesellschaftlichen Konflikten zu Grunde liegenden Interessen
  • Fähigkeit, die eigenen Interessen kompromissbereit einzubringen
  • Bereitschaft zu verantwortlichem und tolerantem Handeln
  • Bereitschaft zu politischem Engagement (im weitesten Sinne)

Das Unterrichtsfach Politik/Wirtschaft wird am Privatgymnasium Stadtkrone Dortmund in den Jahrgangsstufen 5, 8 und 9 mit jeweils 2 Wochenstunden unterrichtet.

Geschichte

Das Fach Geschichte vermittelt den Schülern ab der sechsten Jahrgangsstufe Einsichten in historische Ereignisse, Zusammenhänge und Strukturen, sowie das Wirken wichtiger Persönlichkeiten der Welt- und Regionalgeschichte.

Ziel des Geschichtsunterrichts am Gymnasium ist es, über die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, Einblicke in das Leben, Denken und Handeln der Menschen von der Antike bis in die Gegenwart zu vermitteln.

Dabei stehen nicht mehr auswendig zu lernende Jahreszahlen und trockene Fakten im Vordergrund, sondern der Erwerb eines Geschichtsbewusstseins und das Interesse und Verständnis für räumlich und zeitlich zum Teil weit entfernte Ereignisse.

Dennoch legt die Fachschaft großen Wert auf die Vermittlung eines soliden Grundwissens, das selbstverständlich auch, aber nicht nur, aus wichtigen Ereignissen, Personennamen und Jahreszahlen bestehen kann. Die eingeführten Schulbücher beinhalten diese Grundwissensbegriffe und stehen so den Schülern immer zum Nachschlagen und Wiederholen zur Verfügung.

Darüber hinaus erwerben die Schüler im Laufe der Zeit verschiedene Fertigkeiten und Fähigkeiten – auch Kompetenzen genannt:

  • Umgang mit verschiedenen historischen Quellentypen (ab Unterstufe)
  • Arbeit mit Geschichtskarten (ab Unterstufe)
  • Bildung eigener Urteile (ab Unterstufe)
  • Ziehen von Schlussfolgerungen (Unter- und Mittelstufe)
  • Erörtern komplexerer Fragestellungen (Oberstufe)

Wann immer möglich sollen lokale und regionale Aspekte in den Unterricht einfließen, so dass die Schüler sich auch mit der Geschichte der Region befassen und nicht nur „große“ und abstrakte Weltpolitik kennenlernen.

Die Einbeziehung außerschulischer Lernorte ist ein wichtiger Bestandteil eines modernen und lebendigen Geschichtsunterrichts. Exkursionen finden in verschiedenen Jahrgangsstufen statt und orientieren sich eng an den Vorgaben des Fachlehrplanes, so dass im Klassenzimmer Gelerntes auch „erfahren“ werden kann.

Am PGS wird Geschichte in den Jahrgangsstufen 8 und 9 verpflichtend, sowie in der Oberstufe auf Wunsch, bilingual in englischer Sprache unterrichtet.

Erdkunde

Die Erde in ihrer Gesamtheit und ihren Teilräumen kennenzulernen, raumorientierte Vernetzung von natur- und sozial-, wirtschaftsgeographischen Zusammenhängen aufzuzeigen sowie die Hinführung zu verantwortungsbewusster raumbezogener Handlungskompetenz sind wesentliche Aufgaben des Erdkunde-Unterrichts. Nachhaltige Entwicklung und das Interkulturelle Lernen sind weitere wichtige Schwerpunkte. Ebenso ist auch Erdkunde ein zentrales Fach für die Umweltbildung. Gerade Umweltthemen bieten Ansatz zu fachübergreifenden und fächerverbindenden Vorgehensweisen.

Erdkunde ist auf lokale, regionale und globale Zusammenhänge ausgerichtet, führt zum Denken in räumlichen Gesetzen und Modellen, Verstehen von Systemzusammenhängen, fördert mehrperspektivisches und vernetztes Denken. Das Fach Erdkunde vermittelt in großem Maße fachliche und methodische Kompetenzen.

Zur Beantwortung geographischer Fragestellungen werden vielfältige Medien eingesetzt sowie die Informations- und Kommunikationstechnologie.
Das Fach Erdkunde trägt mit seinen Zielen, Inhalten und Methoden zur Allgemeinbildung bei und schafft darüber hinaus auch Grundlagen für ein berufsbezogenes Lernen in verschiedenen Berufsfeldern (z.B. Stadt-, Regionalplanung, Umweltschutz, Tourismus, Entwicklungsarbeit).
Das Fach Erdkunde wird am PGS in den Stufen 5, 7 und 9 unterrichtet. In der Oberstufe wird es in allen Jahrgangsstufen angeboten.

“Die Perspektive des Faches Erdkunde zielt auf das Verständnis der naturgeographischen, ökologischen, politischen, wirtschaftlichen sowie sozialen Strukturen und Prozesse der räumlich geprägten Lebenswirklichkeit. Die Erfassung des Gefüges dieser Strukturen und Prozesse sichert das für den Einzelnen und die Gesellschaft notwendige Wissen über den Raum als Grundlage für eine zukunftsfähige Gestaltung der nah- und fern-räumlichen Umwelt. Durch die Erschließung sowohl des Nahraumes als auch fremder Lebensräume wird
Toleranz gegenüber dem Eigenwert fremder Kulturen angebahnt und auf ein Leben in einer international verflochtenen Welt vorbereitet. Der Aufbau eines topographischen Grundwissens über themenbezogene weltweite Orientierungsraster ist Voraussetzung für ein differenziertes raumbezogenes Verflechtungsdenken. (…)

Insgesamt erfolgt die Entwicklung der gesellschaftswissenschaftlichen Grundbildung innerhalb von vier Kompetenzbereichen:

  • Sachkompetenz,
  • Methodenkompetenz,
  • Urteilskompetenz und
  • Handlungskompetenz
  • (…)

Die angeführten Kompetenzbereiche werden in den jeweiligen fachlichen Zusammenhängen konkretisiert und bilden die inhaltliche und methodische Basis für die spätere Fortführung des Bildungsganges – sowohl im Hinblick auf das wissenschaftspropädeutische Arbeiten in der gymnasialen Oberstufe als auch bezüglich der Arbeit in den weiterführenden beruflichen Bildungsgängen. (…)

Das Zusammenwirken der Fächer auf der Basis der Rahmenvorgaben für die politische und für die ökonomische Bildung sowie auf der Grundlage lernbereichs- und fachgruppenbezogener Absprachen, fächerverbindender Unterrichtsvorhaben sowie schulinterner Lehrplangestaltung ermöglicht insgesamt einen multiperspektivischen, vernetzten und vertieften Kompetenzaufbau, der die Integration fachspezifischen Teilwissens in übergreifende Sinnzusammenhänge unterstützt (…).”

Zitiert aus:
Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW (Hrsg.)
(1999): Kernlehrplan für das Gymnasium Sek I (G8) in NRW. Erdkunde. Frechen

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Pädagogik

Wer kennt sie nicht, Aussagen wie: „Erziehen? – Pipapo… Kann doch jeder!“ Oder: „Ist doch nur was für Mädchen, die kriegen ja schließlich die Kinder!“

Solche und ähnliche Vorurteile funktionieren immer noch in vielen Köpfen. Aber – Erziehen ist nicht kinderleicht, kann und muss ein Leben lang und immer wieder neu gelernt werden.

Erzieherführerschein für Eltern? Sollte die Schule mehr erziehen? Was bringt Kinder und Jugendliche dazu, gewalttätig zu werden? Wie gehen wir mit Menschen um, die anders aussehen, anders sind? Sind die wirklich so anders? Sind wir eine kinder- bzw. familienfreundliche Gesellschaft? Kinderrechtsbewegung – was ist das denn?

Diese und viele mehr sind Fragen und Themen, die uns alle angehen, über die man differenzierter und vorurteilsfrei nachdenken lernen sollte.

4 Gründe, Pädagogik im Differenzierungsbereich der Jahrgangsstufen 8/9 zu wählen:

  1. Pädagogik ist ein komplexes Fach mit vielen Teilbereichen, u. a. Biologie (Entwicklungsstadien und Heranwachsen des Menschen), Gesellschaftswissenschaften (z. B. Konflikte lösen lernen; Geschlechterrollen verstehen, Erziehung im Wandel) und besonders Psychologie (Persönlichkeitsentwicklung, Entwicklungsstörungen und -krisen).
  2. Pädagogik ist ein sehr anschauliches Fach, mit vielen Möglichkeiten, Schule und Schulunterricht offen und in Projekten zu gestalten. Hier bietet es sich beispielsweise an, Praxistage in Kindergärten durchzuführen, das Schulmuseum zu besichtigen oder Experten vom Jugendamt und anderen Erziehungseinrichtungen in den Unterricht einzuladen.
  3. Pädagogik trägt zum Aufbau pädagogischen Grundlagenwissens und der Förderung von sozialer Mitverantwortung anhand von konkreten Erfahrungen in unterschiedlichen pädagogischen Praxisfeldern bei.
  4. Pädagogik bietet projektorientiertes und selbstbestimmtes Arbeiten mit dem Schwerpunkt, unterschiedliche Blickwinkel und Herangehensweisen an soziale Probleme kennenzulernen. Ziel ist es, Wissen und Fähigkeiten zu erwerben, die einem helfen werden, sich im Alltag mit seinen vielfältigen Herausforderungen und Konflikten besser zurecht zu finden.

Unterricht im Fach Erziehungswissenschaft

Philosophie

Das Unterrichtsfach Philosophie in der Sekundarstufe II gehört zum gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld. Das Fach wird pro Woche mit drei Unterrichtsstunden unterrichtet. Eine Teilnahme am Unterricht in Praktischer Philosophie in der Sekundarstufe I ist nicht Voraussetzung. Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, erfüllen ihre Belegungspflicht in Philosophie mit vier Kursen (zwei Kurse in der Einführungsphase und zwei Kurse in der Qualifikationsphase 1). Schüler, die eine Abiturprüfung in Philosophie machen wollen, sowie weitere am Philosophieunterricht interessierte Schüler müssen in der Qualifikationsphase 2 noch zwei weitere Kurse im Fach Philosophie belegen.

Der Philosophieunterricht ist „dem Geist der Aufklärung und der Vernunftkultur verpflichtet“ (Richtlinien und Lehrpläne für das Fach Philosophie Sek. II des Landes NRW). Im Philosophieunterricht werden „die Grundlagen des menschlichen Wissens und Denkens, die Normen und Werte des Handelns und die Bedingungen der Wirklichkeit“ thematisiert. Insofern trägt der Philosophieunterricht dem menschlichen Grundbedürfnis nach Auseinandersetzung mit grundsätzlichen Fragen Rechnung, die sich aus dem Zweifel am Selbstverständlichen ergeben.

Fragen dieser Art aufzuwerfen und mögliche, aber nicht endgültige Antworten zu finden, das ist das Geschäft der Philosophen. Der Philosoph Immanuel Kant hat versucht, die Vielfalt philosophischer Fragestellungen auf vier Grundfragen zurückzuführen:

  • Was kann ich wissen?
  • Was soll ich tun?
  • Was darf ich hoffen?
  • Was ist der Mensch?

Falls Sie Fragen oder Interesse am Fach Philosophie in der Oberstufe haben, steht Ihnen die Fachschaft Philosophie gern zur Verfügung.

Sozialwissenschaften

Das Fach Sozialwissenschaften hat es mit gesellschaftlichen Sachverhalten zu tun, die unmittelbar das Leben der Menschen berühren. Gesellschaftliches durchdringt und formt Menschen als „soziale Wesen“ in ihrer Selbstwerdung und in ihrem Zusammenleben. Die Sozialisation, die Verinnerlichung der Gesellschaft als subjektive Wirklichkeit, macht Menschen handlungsfähig und gibt ihnen ein Bild von sich selbst. Aber der einzelne Mensch geht nie in der Gesellschaft auf; in der Spannung gegenüber gesellschaftlichen Anforderungen schärft sich das Selbstgefühl des Einzelnen.

Sozialwissenschaftlicher Unterricht hat immer zwei Zielrichtungen: Er will die Menschen als gesellschaftliche Produkte und als Gestalter der Gesellschaft zugleich verstehen. Kompetentes Handeln in gegebenen gesellschaftlichen Strukturen, kritisch-selbstreflexives Nachdenken über gesellschaftliche Formungen und engagierte Bearbeitung gesellschaftlicher Probleme sollen gefördert werden. Dabei ist sozialwissenschaftliches Lernen immer auch handlungsorientiertes beziehungsweise produktorientiertes Lernen, das letztlich auf politisches/gesellschaftliches Engagement der Schülerinnen und Schüler in eigener Verantwortung zielt.

Das Fach Sozialwissenschaften baut auf die im Fach Politik/Wirtschaft in der Sekundarstufe I erreichten Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen auf. Dabei verbindet beziehungsweise integriert es drei wissenschaftliche Disziplinen: Politikwissenschaft, Soziologie und Wirtschaftswissenschaft.

Erst das Zusammenwirken mehrerer fachlicher Zugriffe macht es möglich, komplexe gesellschaftliche Sachverhalte angemessen zu erfassen und eine verantwortliche politische Urteils- und Handlungskompetenz zu erreichen. Dazu bedarf es keiner enzyklopädischer Kenntnisse; vermittelt werden soll sozialwissenschaftliches Orientierungs-, Erschließungs-, Erklärungs- und Handlungswissen in Inhaltsfeldern, die gesellschaftlich bedeutsam sind.

Einen geschlossenen verbindlichen Themenkatalog gibt es nicht, da nur so die wichtigen fachdidaktischen Prinzipien – Problem- und Schülerorientierung, subjektive Betroffenheit, Aktualität und Zukunftsbedeutsamkeit – hinreichend beachtet werden können. Allerdings finden die jeweiligen Vorgaben für das Zentralabitur ihren thematischen Niederschlag.
Ein weiteres wichtiges Element des Unterrichts ist die Vermittlung und Weiterentwicklung fachmethodischer Kompetenzen.

Englisch

The limits of my language mean the limits of my world.

Dass Sprache und Denken in einem Zusammenhang stehen und dass das Erlernen einer Fremdsprache den Horizont in jeder Hinsicht erweitert, wissen wir spätestens seit Humboldt und Wittgenstein.

Die Grenzen der eigenen Welt überwinden und andere richtig verstehen ist Ziel des Fremdsprachenunterrichts. Einander verstehen ist wichtig in einer zusammenwachsenden Welt, die wir bereisen wollen, in der wir studieren und arbeiten und in der wir geschäftliche und persönliche, friedliche Kontakte haben wollen. Je früher wir eine Fremdsprache lernen, umso leichter und besser lernen wir sie. Da mit dem Englischlernen schon in der Grundschule begonnen wird und Englisch am PGS als erste Fremdsprache weitergeführt wird, können die Schülerinnen und Schüler eine hohe Sprachkompetenz erwerben.

1. Unsere Inhalte und Schwerpunkte in der Sekundarstufe I

Wir arbeiten mit dem auf G-8 Basis abgestimmten Lehrbuch “English G21”. Die Arbeit mit dem dazugehörigen “Workbook” hat gezeigt, dass hiermit der in den Unterrichtsstunden vermittelte Lernstoff systematisch vertieft werden kann. Inhaltlich sind wir in der Sekundarstufe I an die durch die Lehrwerke vorgegebenen Themen gebunden. Die Verfasser der Lehrwerke sind bemüht, sowohl altersgemäße Inhalte als auch landeskundliche Themen (Großbritannien, USA, Kanada, Australien) zu vermitteln. Eine häufig verwendete Methode des Englischunterrichts ist das Einüben von kleinen Dialogen bzw. Rollenspielen in der Fremdsprache, wodurch eine möglichst authentische Kommunikationssituation simuliert werden soll. Der Stellenwert der Grammatik in diesem Kontext hat dienende Funktion. Die Unterrichtssprache ist in der Regel Englisch. In Hinblick auf die schriftsprachliche Kompetenz unserer Schüler/innen achten wir darauf, authentische Schreibanlässe zu schaffen, die naturgemäß je nach Klassenstufe unterschiedlich komplex ausfallen. In den Klassenarbeiten werden normalerweise unterschiedliche Fertigkeiten abgefragt (grammatische Strukturen, Sprachmittlung, Erstellen von Dialogen sowie freies Schreiben). Weitere schriftliche Leistungsnachweise werden von den Schülern/innen in Form von Vokabeltests erbracht.

2. Das Fach Englisch in der Oberstufe

Die Inhalte der Oberstufe sind durch das Nordrhein-Westfälische Kultusministerium festgelegt (siehe Lehrpläne des Kultusministeriums, Gymnasiale Oberstufe, Fach Englisch auf der Homepage des Kultusministeriums). In der Regel bearbeiten die Oberstufenschüler/innen in den Klausuren ihnen unbekannte Textauszüge, die das behandelte Thema zum Gegenstand haben. Es wird Wert darauf gelegt, dass unsere Schüler/innen das Gelesene nicht nur in der Fremdsprache reproduzieren, sondern eine kritische und bewertende Haltung dazu beziehen, um sie zu mündigen Lesern zu erziehen. Diese Fertigkeit wird den Abiturienten in ihrem Studium und/oder an ihrem Arbeitsplatz von großem Nutzen sein.

Französisch

Das Unterrichtsfach Französisch wird am PGS von der Jahrgangsstufe 6 als zweite Fremdsprache bis zur Q2 unterrichtet. Französisch wird ab der Stufe 6 in Kursen unterrichtet. Außerdem ist es möglich, Französisch als dritte Fremdsprache ab der Jahrgangsstufe 8 und als neu einsetzende Fremdsprache in der Jahrgangsstufe EF zu erlernen.

Um den Schülerinnen und Schülern schon frühzeitig Kontakt mit der Zielsprache zu ermöglichen und ihnen die französische Kultur und Lebensart nahe zu bringen, arbeiten wir zur Zeit an einem Fahrtenprogramm in die französischsprachigen Nachbarländer. Auch die EU bietet vielfältige Austauschprogramme für Schüler und Schülerinnen an, über die wir gerne beraten (Brigitte Sauzay, Voltaire).

Es wird außerdem die Teilnahme am Sprachdiplom DELF angeboten. Das DELF-Diplom ist ein weltweit anerkanntes, staatliches Sprachdiplom, das die Französischkenntnisse in verschiedenen Niveaustufen (A1, A2, B1, B2) überprüft und bescheinigt.

Die Teilnahme der Französischklassen an unterschiedlichen Wettbewerben ist erwünscht. Sie fördern die Motivation und die Sicherheit in der Anwendung der französischen Sprache auf vielfältige Art und Weise.
Für das sichere Beherrschen einer Fremdsprache spielt vor allem das Sprechen eine bedeutenden Rolle, das wir frühzeitig mit der mündlichen Prüfung als Ersatz für eine Klassenarbeit fördern und überprüfen.

DELF Diplome

Das DELF-Sprachdiplom ist ein weltweit anerkanntes, staatliches Sprachdiplom, das den Gebrauch der französischen Sprache in vielfältigen realistischen Situationen des alltäglichen Lebens überprüft und bescheinigt.

Es wird zwischen sechs verschiedenen Niveaustufen unterschieden, anhand derer die sprachlichen Fertigkeiten Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben und Sprachmittlung konkret beschrieben werden.

Die Niveaustufen der DELF-Prüfungen entsprechen den Niveaustufen des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GeR):

  • A1, A2 (allgemeine Sprachverwendung),
  • B1, B2 (selbstständige Sprachverwendung),
  • C1, C2 (kompetente Sprachverwendung).

Die Schüler können mit dem DELF-Diplom zusätzliche berufsrelevante Qualifikationen erhalten und Erkenntnisse über ihre eigene Sprachkompetenz erhalten. Das Üben und Erleben von mündlichen Prüfungssituationen bereitet sie auf die mündliche Prüfungssituation im Abitur vor. Auch die Beurteilung durch Muttersprachler bietet einen zusätzlichen Motivations- und Leistungsanreiz. Außerdem erhalten die Schüler mehr Sicherheit und Flexibilität in der Zielsprache.

DELF scolaire niveau A2

Die DELF-Prüfungen finden im Januar/Februar statt und richten sich an Schüler und Schülerinnen der Jahrgangstufe 7 und 8. Es werden grundlegende Kenntnisse in Französisch und die kommunikativen Fertigkeiten in Alltagssituationen überprüft.

Prüfungsinhalte:

  1. Compréhension de l’oral (Hörverstehen): Fragebogen zu drei bis vier kurzen und einfachen Hörtexten zu Alltagssituationen
  2. Compréhension des écrits (Leseverstehen): Fragebogen zu drei bis vier kurzen und einfachen Texten, die sich auf Alltagssituationen beziehen (Werbung, Prospekte, Menü, Fahrpläne), um daraus Informationen und Absichten zu erkennen
  3. Production écrite (schriftlicher Ausdruck):
    a. Bericht über persönliche Ereignisse und Erfahrungen, z. B. kurzer Ferienbericht (ca. 60–80 Wörter)
    b. Verfassen eines freundschaftlichen Briefes oder einer Nachricht zu einer Situation des alltäglichen Lebens, z.B. um jemanden einzuladen, sich zu bedanken etc. (ca. 60-80 Wörter)
  4. Production orale (mündlicher Ausdruck): Gespräch in drei Teilen mit einer Prüfungskommission:
    a. Entretien dirigé: Prüfer stellt dem Prüfling Fragen zur eigenen Person
    b. Monolgue suivi: Prüfling berichtet über ein klar umrissenes Thema aus einer Alltagssituation, z.B. über Ferien, beschreibt die eigene Stadt, eine vertraute Person
    c. Exercice en interaction: Prüfer und Prüfling unterhalten sich situationsbezogen und übernehmen jeweils eine bestimmte Rolle (z. B.: Situation am Bahnschalter)

DELF scolaire niveau B1

Die DELF-Prüfungen finden im Januar/Februar statt und richten sich an Schüler und Schülerinnen der Jahrgangstufe 9. Es werden die vertieften Kenntnisse in Französisch, die kommunikativen Fertigkeiten und allgemeine landeskundliche Kenntnisse überprüft.

Prüfungsinhalte:

  1. Compréhension de l’oral (Hörverstehen): Fragebogen zu drei Hörtexten (z. B. Radio- und Fernsehsendungen) aus den Bereichen Schule, Hobbies, Arbeit etc.
  2. Compréhension des écrits (Leseverstehen): Fragebogen zu zwei Texten:
    a. Lire pour s’orienter: Herausfiltern wichtiger Informationen, z. B. aus Prospekten oder Gebrauchsanweisungen
    b. Lire pour s’informer: Verstehen wichtiger Informationen, z. B. in einem Zeitungsartikel
  3. Production écrite (schriftlicher Ausdruck): Ausdruck der persönlichen Meinung über ein allgemeines Thema, z. B. formeller Alltagsbrief, Leserbrief etc. (ca. 180 Wörter)
  4. Production orale (mündlicher Ausdruck): Gespräch in drei Teilen mit einer Prüfungskommission
    a. Entretien dirigé: Prüfer stellt dem Prüfling Fragen zur eigenen Person
    b. Exercice en interaction: Prüfer und Prüfling unterhalten sich situationsbezogen und übernehmen dabei eine bestimmte Rolle, z. B.: Organisation einer Party, Theateraufführung
    c. Monologue suivi: ausgehend von einer kurzen Textvorlage seinen Standpunkt zu einem klar umrissenen Thema vortragen und vertreten

DELF scolaire niveau B2

Die DELF-Prüfungen finden im Januar/Februar statt und richten sich an die Schüler/innen der Jahrgangsstufe EF-Q2. Es werden die vertieften Kenntnisse in Französisch, die kommunikativen Fertigkeiten und allgemeine landeskundliche Kenntnisse überprüft.

Prüfungsinhalte:

  1. Compréhension de l’oral (Hörverstehen): Schriftliche Bearbeitung eines Fragebogens über zwei Hörtexte vom Tonträger
    a. Interview, Nachrichtensendung (einmaliges Hören)
    b. Vortrag, Konferenz, Ansprache, Dokumentation, Radio- oder Fernsehsendung (zweimaliges Hören)
  2. Compréhension des écrits (Leseverstehen): Schriftliche Bearbeitung von Fragebögen über zwei Texte:
    a. Textgrundlage: informativer Text zu Frankreich oder zum frankophonen Raum
    b. Textgrundlage: argumentativer Text
  3. Production écrite (schriftlicher Ausdruck): Persönliche, argumentative Stellungnahme (in Form eines Diskussionsbeitrags, eines formellen Briefes, eines kritischen Artikels, eines Leserbriefes) ca. 200 mots
  4. Production orale (mündlicher Ausdruck): Präsentation eines Standpunktes und argumentative Reaktion auf z. B. eine Gegenposition (Verteidigung des Standpunktes) ausgehend von einer Textvorlage

Spanisch

Warum Spanisch lernen?

Spanisch ist eine Weltsprache. Es wird in 21 Ländern als Hauptsprache benutzt. Über 500 Millionen Menschen sind des Spanischen mächtig. Nach Englisch ist es die meistgesprochene Sprache der westlichen Hemisphäre und hat sogar mehr Muttersprachler als das Englische. In unserer heutigen Welt ist Spanisch als Handels- und Verkehrssprache nicht mehr wegzudenken. Es dominiert inzwischen den amerikanischen Kontinent und auch bei uns in Europa nimmt der Einfluss stetig zu. Spanisch sprechen zu können verschafft einen entscheidenden Vorteil in der (Berufs-)Welt.

„Jede neue Sprache ist wie ein offenes Fenster, das einen neuen Ausblick auf die Welt eröffnet und die Lebensauffassung weitet.“ Frank Harris (1856-1931), amerik. Schriftsteller.

Spanisch lernen am PGS

Spanisch als 3. Fremdsprache beginnt zurzeit als Wahl-Unterricht in der Klasse 8 und in der Einführungsphase (4 Stunden/Woche). Das Lehrbuch ‚Encuentros’ von Cornelsen dient hierbei als Richtschnur für den Unterrichtsinhalt, welcher viel Wert auf lebensnahe Situationsumsetzung in der Fremdsprache legt. Neben der Arbeit mit dem Lehrwerk vervollständigen Filme und Musik in spanischer Sprache, sowie Artikel über aktuelle Themen aus der hispanischen Welt und literarische Auszüge den Unterricht. Auf möglichst vielfältige Art und Weise sollen die Schüler die Fähigkeiten erlangen, Konversationen zu führen, Texte zu verstehen und wiederzugeben und in schriftlicher Form angemessen zu kommunizieren.

Latein

Salvete lectores carissimi carissimaeque!

Das Imperium Romanum war, ähnlich wie unser heutiges Europa, ein Zusammenschluss vieler unterschiedlicher Völker, Sprachen und Religionen. Durch die riesige Ausdehnung dieses Reiches war die von den Römern gesprochene Sprache Latein eine Weltsprache, da sie als Amtssprache im gesamten Reich diente. Das Lateinische wirkt bis heute in den romanischen Sprachen Europas nach, denn Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Rumänisch sind aus dem Lateinischen entstanden. Auch das Englische führt mehr als die Hälfte seiner Wörter auf die lateinische Sprache zurück. Daher kann die Kenntnis des Lateinischen erheblich zum Erlernen dieser modernen Fremdsprachen beitragen. Aber auch das Deutsche trägt Lateinisches in sich: man denke an die zahlreichen Fremdwörter wie zum Beispiel „demonstrieren“ oder „Fraktur“. Bis in die frühe Neuzeit war das Lateinische die Sprache der Wissenschaften und der Gebildeten. So finden sich nicht nur viele lateinische Fachausdrücke in den Naturwissenschaften Biologie, Chemie, Physik und Medizin, sondern auch in der Rechtswissenschaft, die stark vom römischen Recht beeinflusst ist. Bis heute noch ist Latein Amtssprache im Vatikan. Die europäische Kultur ist also maßgeblich von der römischen Kultur geprägt.

Latein am PGS

Das Fach Latein kann als zweite Fremdsprache in Klasse 6 und als dritte Fremdsprache in Klasse 8 im Rahmen der Differenzierung gewählt werden. Auch in der Einführungsphase (Stufe 10) ist Latein wählbar.

Grundsätzliches Ziel ist natürlich, den Schülerinnen und Schülern einen Erwerb der lateinischen Sprache zu ermöglichen, der ihnen den Nachweis des Latinums bringt.

Im Lateinunterricht geht es darum, komplexe Texte ins Deutsche zu übersetzen. Latein ist dabei eine Sprache, in der jeder Buchstabe eine Bedeutung für die richtige Übersetzung haben kann. Man muss genau hinschauen, exakt unterscheiden und logisch richtig kombinieren. Man muss Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden, Zusammenhänge erkennen und aus den Einzelteilen ein komplexes Puzzle zusammensetzen. Diese für Latein typische Arbeitsweise macht jede Übersetzung zu einer Konzentrationsübung, die Durchhaltewillen erfordert. Aber diese Fähigkeiten sind Schlüsselqualifikationen für Schule, Studium und Beruf.

Neben der Sprache aber wollen wir auch den kulturellen Aspekt des Lateinischen in den Vordergrund stellen. Viele Menschen, auch junge Menschen, haben oft eine Abwehrhaltung gegen das, was „alt“, „fremd“ oder „anders“ ist. Aber gerade diese Dinge sind oft höchst spannend. So hilft der Lateinunterricht, sich auf vergangene Zeiten und fremde Kulturen einzulassen, sie zu betrachten und zu bewerten zum Beispiel im Hinblick auf Religion, Mythen, Menschenbild, Krieg, Eroberung, Liebe, Freizeit, Schule und Wissenschaft.

Biologie

Unter naturwissenschaftlicher Grundbildung (Scientific Literacy) wird die Fähigkeit verstanden, naturwissenschaftliches Wissen anzuwenden, naturwissenschaftliche Fragen zu erkennen und aus Belegen Schlussfolgerungen zu ziehen, um Entscheidungen zu verstehen und zu treffen, welche die natürliche Welt und die durch menschliches Handeln an ihr vorgenommenen Veränderungen betreffen.(Quelle:Schulministerium NRW)

Der Beitrag des Faches Biologie liegt in der Auseinandersetzung mit dem Lebendigen. Die lebendige Natur bildet sich in verschiedenen Systemen ab, z. B. der Zelle, dem Organismus, dem Ökosystem und der Biosphäre sowie in deren Wechselwirkungen und in der Evolution. Das Verständnis biologischer Systeme erfordert, zwischen den verschiedenen Systemen gedanklich zu wechseln und unterschiedliche Perspektiven einzunehmen. Damit gelingt es im Biologieunterricht in besonderem Maße, multiperspektivisches und systemisches Denken gleichermaßen zu entwickeln. In diesem Systemgefüge ist der Mensch Teil und Gegenüber der Natur. Dadurch, dass der Mensch selbst Gegenstand des Biologieunterrichts ist, trägt der Unterricht zur Entwicklung eines individuellen Selbstverständnisses bei.(Quelle: Schulministerium NRW)

Im Fachbereich Biologie findet der Unterricht in einem Fachraum statt, der materiell und multimedial sehr gut ausgestattet ist. Dadurch ist es möglich handlungsorientiert, entdeckend und experimentell zu lernen. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit wissenschaftliche Arbeitsweisen stets zu üben und zu vertiefen. Präparationen, Analysen und der respektvolle Umgang mit Lebendmaterial nehmen den Schülerinnen und Schülern schnell die Berührungsängste und den „Ekel“, fördern somit den Forschergeist und die Experimentierfreude.

Im Mittelpunkt des Biologieunterrichts steht der Kompetenzerwerb in den Bereichen Fachwissen, Methodenerkenntnis, Sozial- und Personalentwicklung. Aufbauend auf einem soliden Basiswissen zu den Themen Mensch, Natur und Umwelt beschäftigen sich die höheren Klassen zunehmend mit wissenschaftlichen Fragestellungen, komplexen Modellvorstellungen sowie wissenschaftspropädeutischen Arbeitsweisen.

Über Entwicklungsschwerpunkte in den einzelnen Klassenstufen schaffen wir die Voraussetzungen für das erfolgreiche Absolvieren der gymnasialen Oberstufe.

Die Arbeit in fächerübergreifenden Projekten fördert die Herausbildung von vernetzten Denk- und Arbeitsstrukturen.
Regelmäßig können Schülerinnen und Schüler an nationalen und internationalen Sciencewettbewerben teilnehmen. Hierzu erfolgt durch den Fachbereich Biologie eine besondere Förderung interessierter und motivierter Kinder.

Umfang des Biologieunterrichts

Sek. I: Klassenstufen 5, 6, 8, 9 je 2 Wochenstunden,
Sek. II: Einführungsphase 3 Wochenstunden

Inhalte des Biologieunterrichts

In den Klassen 5 – 6, der Erprobungsstufe, stehen thematisch folgende Themenkomplexe im Vordergrund:

  • Vielfalt von Lebewesen
  • Angepasstheit von Pflanzen und Tieren an die Jahreszeiten
  • Bau und Leistung des menschlichen Körpers
  • Sexualerziehung
  • Suchtprävention

Die thematischen Schwerpunkte in den Klassen 7 – 9, in Hinblick auf die Oberstufe, sind:

  • Energiefluss und Stoffkreisläufe
  • Evolutionäre Entwicklung
  • Grundlagen der Vererbung
  • Individualentwicklung des Menschen
  • Regulation und Kommunikation

In der Einführungsphase werden folgende Schwerpunkte gesetzt:

  • Zelle – Gewebe – Organismus
  • Molekulare Grundlagen, Kompartimentierung, Transport
  • Biokatalyse
  • Nutzung der Lichtenergie zum Stoffaufbau
  • Betriebsstoffwechsel und Energieumsatz

Chemie

Chemie ist, wenn es stinkt und kracht!

Dies ist zwar ein sehr eingängiges, aber ein falsches Bild der Chemie. Jedoch gerade aus dieser Vorstellung heraus bringen viele Schüler eine große Anfangsmotivation für das Fach Chemie mit. Chemie ist sehr viel mehr…
Nämlich eine Naturwissenschaft, die sich mit der stofflichen Grundlage unseres Universums befasst. Mit diesen Grundlagen liefert die Chemie auch für andere Naturwissenschaften grundlegende Erkenntnisse.

Chemie braucht jeder!

Ohne Chemie kann man weder seinen eigenen Organismus; noch die Welt um sich herum verstehen.

Mit Chemie lernt man die Möglichkeiten und die Grenzen der Naturwissenschaft einzuschätzen, Phänomene anschaulich zu erklären und Zusammenhänge zu erkennen.

Zahllose Produkte der Technik, Industrie und des Alltags beruhen auf Grundlagen und Erkenntnissen der Chemie.

Chemie trägt somit zur Allgemeinbildung bei!

Das Experiment steht für diesen Fachbereich besonders im Vordergrund. Es gehört in der Chemie zu den wichtigsten wissenschaftlichen Arbeitsweisen. Ziel ist es, den Schülern die Angst vor Gefahrstoffen zu nehmen und sie gleichzeitig zum sicheren und respektvollen Umgang mit Chemikalien zu erziehen. Die Klassengröße, wie auch die Ausstattung erlauben eine effektive Schulung der experimentellen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler.

Umfang des Chemieunterrichts

  • Sek. 1: Klasse 7, 8, 9 jeweils 2 Wochenstunden
  • Sek. 2: Einführungsphase 3 Wochenstunden

Inhalte des Chemieunterrichts

Klasse 7, 8, 9, EP

  • Stoffe und Stoffveränderungen
  • Stoff- und Energieumsätze bei chemischen Reaktionen
  • Luft und Wasser
  • Metalle und Metallgewinnung
  • Elementfamilien, Atombau und Periodensystem
  • Ionenbindung und Ionenkristalle
  • Freiwillige und erzwungene Elektronenübertragungen
  • Unpolare und polare Elektronenpaarbindung
  • Saure und alkalische Lösungen
  • Energie aus chemischen Reaktionen
  • Organische Chemie

Physik

Physik ist nicht gerade das Lieblingsfach der Mehrheit der Schüler und das hat seinen Grund: Viele Schüler sagen: „Ich verstehe in Physik gar nichts“.

Aber: Benutzen wir nicht jeden Tag etwas aus dem Fach Physik?

Wir am PGS bringen unseren Schülerinnen und Schülern „Physik“ lebendig gestaltet bei.

Wie sehr wir auf die unsichtbare Kraft aus der Steckdose angewiesen sind, merken wir erst, wenn sie mal wegbleibt. Der elektrische Strom gibt uns Licht, speist Fernseher und Radio, Laptop und Stereoanlage. In Batterien gespeicherter Strom sorgt für das Funktionieren von Taschenlampe und MP3-Player. In Werkstätten und Fabriken treiben elektrische Motoren Maschinen an und liefern Kraft und Bewegung, wo und wann immer sie gebraucht wird. Physik ist verantwortlich für alle physikalischen Phänomene und auch für den elektrischen Strom.

Im Physikunterricht am PGS wird versucht, ganz unterschiedliche Vorgänge in Natur und Technik dadurch zu verstehen, dass nach Gemeinsamkeiten und Zusammenhängen zwischen ihnen gesucht wird und sie mit denselben Begriffen beschrieben werden.

Durch Experimente werden verschiedene Phänomene erklärt und interessant gemacht. Die Verflechtung zwischen physikalischem Experiment, technischer Anwendung und Gestaltung alltäglicher Lebensbedingungen der Menschen wird für die Schülerinnen und Schüler deutlich. Die Schülervorstellung und Wahrnehmungen von physikalischen Phänomenen sind auch für uns sehr wichtig, weil das, was wir nicht anfassen können, immer schwierig zu verstehen ist. Unsere Aufgabe ist es, durch Experimente und Phänomene im Physikunterricht Interesse bei den Schülerinnen und Schülern zu wecken.

„Der Physikunterricht ermöglicht den Schülerinnen und Schülern zu erkennen, auf welche Weise und mit welchen Folgen Naturwissenschaften und Technik unser Leben beeinflussen. ER macht darüber hinaus einsehbar, welcher persönliche Gewinn hinsichtlich konkreter Welterfahrung und geistiger Welterschießung aus dem Erwerben physikalischer Konzepten erwachsen kann.“ (Richtlinien und Lehrpläne. NRW)

Religion

In einer Umwelt, die immer mehr Möglichkeiten der Lebensgestaltung bietet, wird es zunehmend schwieriger, sich als junger Mensch zurechtzufinden. Im ökumenischen Religionsunterricht am PGS versuchen wir hier eine Hilfestellung zu geben.

Im Mittelpunkt steht dabei stets den respektvollen Umgang miteinander einzuüben und zu pflegen.

In den Diskussionen des Religionsunterrichts sollen unsere Schüler und Schülerinnen lernen, sich konstruktiv (natürlich auch kritisch) mit Fragen des Glaubens auseinanderzusetzen und ethische Fragestellungen an der biblischen Grundlage zu messen und zu bewerten.

So bieten wir in der Begegnung mit der christlichen Botschaft eine mögliche Antwort auf die Sinnfrage(n) des Lebens an.
Dadurch dass unsere Schüler und Schülerinnen Vergangenheit und Gegenwart der Kirche kennenlernen, können sie sich mit den christlichen Grundlagen und den entstandenen Tradition vertraut machen.

Daneben besprechen wir außerdem die Grundlagen anderer Religionen, sodass die Schüler und Schülerinnen sich auch hier einen eigenen Standpunkt erarbeiten können.

Das Schulcurriculum orientiert sich an den neuen Kernlehrplänen. Darüber hinaus bleibt aber auch noch Raum für schulinterne und aktuelle Themen.

Kunst

Das Fach Kunst leistet innerhalb des Fächerkanons der musischen Fächer Kunst und Musik seinen Beitrag im Sinne einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung. Das besondere Lern- und Erfahrungsfeld des Faches ist die Welt der Bilder, die visuelle Kultur. Entsprechend leiten sich die Unterrichtsgegenstände aus der gesamten sinnlich erfahrbaren, ästhetisch gestalteten und primär visuell vermittelten Wirklichkeit ab.

Die zentrale Aufgabe des Faches Kunst ist es, das Ausdrucks- und Wahrnehmungsvermögen der Schülerinnen und Schüler anzuregen, zu entwickeln, zu erweitern und ästhetisches Denken und Handeln auszubilden. Die ästhetische Art der Welterfahrung bezieht sich besonders auf die individuelle Ausreifung von Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit sowie auf die Fähigkeit zur persönlichen Reflexion dieser Erfahrungen. Wahrnehmen und Reflektieren sind unmittelbar aufeinander bezogene und nicht voneinander zu trennende Tätigkeiten.

Sinnliche Erfahrung und begriffliches Denken verhalten sich in diesen Zusammenhängen komplementär zueinander und fördern sich wechselseitig. Hier kommt der Auseinandersetzung mit künstlerischen Bildwelten, Bildwelten der Alltagskultur und der eigenen künstlerischen Gestaltung ein besonderer Stellenwert zu. Schülerinnen und Schüler entwickeln dabei Kompetenzen, die sie zur selbstbestimmten und aktiven Teilhabe an vielfältigen Formen von Kunst und Kultur aus Vergangenheit und Gegenwart, aber auch zu einem kritischen und kreativen Wahrnehmungsvermögen gegenüber der eigenen Umwelt und der Alltagsrealität befähigen.

Im Rahmen der unterschiedlichen Unterrichtsinhalte findet eine stetige Auseinandersetzung mit dem Prozess und dem Ergebnis der eigenen und der Arbeit der MitschülerInnen statt. Individualität und Originalität, aber auch Gemeinschaft in der Arbeit an größeren Projekten werden erfahren, schöpferische Fähigkeiten werden erlebt.

Im Tun

  • Zeichnen, Malen, Collagieren, Plastizieren, Bauen, Experimentieren
  • mit Form, Material und Farbe anhand verschiedener Techniken den eigenen Ideen
  • Ausdruck verleihen,
  • Ausstellungen konzipieren,
  • verschiedene Kunstwerke, Künstlerpersönlichkeiten und Kunstauffassungen kennenlernen,
  • Bilder betrachten und über Bilder nachdenken,
  • Sichtweisen diskutieren und hinterfragen sowie
  • die eigene Kreativität entdecken.

Musik

In einer Welt, in der unsere Kinder immer mehr Informationen aus verschiedensten Quellen und Richtungen ausgesetzt sind, in einer Welt, die von immer mehr Kopfarbeit und kopfbetontem Leben und Lernen geprägt ist, brauchen Kinder vor allem Herzensbildung.

Durch Musik lernen Schüler tiefgründige Gefühle, Emotionen, Ideale und Werte erleben. Ihre Herzen werden geöffnet durch Singen, Tanzen, Musizieren und Komponieren sowie durch Musik hören und wertschätzen. Zwar wird die “Grammatik” der Musik auch gelernt, Musik wird beschrieben und musikalische Werke werden in einen geschichtlichen Kontext eingebunden, aber letzteres steht immer im Dienste unseres Hauptanliegens: Kinderherzen positiv, hoffnungs- und liebevoll prägen und bilden für die Zukunft.

Ein unbekannter Autor formulierte es in etwa folgendermaßen:
Ich unterrichte Musik nicht, damit jedes Kind Musik studiert, oder weil ich erwarte, dass meine Schüler dann ihr ganzes Leben lang musizieren oder singen (obwohl das sehr wohl eine wunderschöne Nebenwirkung wäre!). Ich unterrichte Musik, so dass unsere Kinder menschlicher werden, so dass sie Schönheit erleben und erkennen, sensibler werden, eine innigere, wärmere Beziehung zu sich selbst finden. Ich unterrichte Musik, weil ich mir erhoffe, dass meine Schüler dadurch eine Spur mehr Liebe empfinden, mehr Mitgefühl, mehr Sanftmut und mehr Güte, kurz gesagt, mehr Leben.

Sport am PGS - Unser Konzept

Sport hat einen hohen Stellenwert am PGS. Dies drückt sich zum Beispiel darin aus, dass wir als eine von wenigen Schulen im Regierungsbezirk Arnsberg Sport als Abiturfach sowohl im Leistungskurs als auch im Grundkurs anbieten.

Grundvoraussetzung für die Genehmigung diese Prüfungen durchführen zu dürfen ist, dass bei uns Sportunterricht ungekürzt, das heißt drei Schulstunden pro Woche, in allen Jahrgangsstufen der Sekundarstufen I und II durchgeführt wird.

Das PGS verfügt über eine große Zweifachturnhalle, wo über den Sportunterricht hinaus die alljährlichen Spiel- und Sportfeste stattfinden.

Beim Drachenbootrennen der Dortmunder Schulen am Phönixsee sind wir regelmäßig mit mindestens einer Mannschaft vertreten.

In den Bereich Bewegungsangebot fällt auch die Möglichkeit der Durchführung einer Skifahrt.

Abgerundet wird das Sportprogramm durch Angebote im Bereich bewegte Schule in den Pausen, die von unseren Sporthelfern betreut werden, und Sportangebote im AG-Bereich.

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